Rechtspopulismus in Europa

Was verbindet Frankreichs Front National mit Großbritanniens Brexit-Befürwortern, mit Polens Regierungspartei „Recht und Gerechtigkeit“, Deutschlands AfD und dem griechischen Linksbündnis Syriza? Welche Gemeinsamkeiten haben Boris Johnson, Frauke Petry, Heinz-Christian Strache und Beppe Grillo?

Fragen wie diesen versuchte der 2HKC bei einem Lehrausgang Anfang April im Rahmen des Geschichte und Politische Bildung-Unterrichts mit Prof. Baier auf den Grund zu gehen. Einige Gemeinsamkeiten konnten durchaus gefunden werden: Sie inszenieren sich als Rebellen gegen das sogenannte „Establishment“, versprechen einfache Lösungen für komplexe Probleme – und nutzen die Sorgen ihrer Anhänger als Rohstoff für politischen Erfolg. Angst vor Fremden, Angst vor dem materiellen Abstieg, Angst vor dem gesellschaftlichen Wandel und Angst vor dem Diktat abgehobener Eliten sind wohl die vier wichtigsten Bausteine des europäischen Populismus.

Mit Michael Laczynski, geboren 1973 in Warschau, Korrespondent der Tageszeitung Die Presse in Brüssel, hatte man einen mehr als kompetenten Gesprächspartner. Mit dem Wissen dieses Gesprächs wird es durchaus spannend sein, die nächsten Wahlkämpfe zu beobachten …

Fotos: Katharina Schiffl