Weinlese 2013

Fleißige Tourismusschüler/innen suchten nach faulen Trauben!

Die dritten Jahrgänge der Tourismusschule stürzten sich auf die Weintrauben im hauseigenen Lehrweingarten.

Aber nicht nur zum Naschen! Weingartenbetreuung ist Teil des Unterrichts in Önologie. Unterstützung erhielten sie dabei von ihren Fachlehrern, von Fachvorstand Dipl.-Päd. Martin Widemann und Direktorin Mag. Anita Petschning.

Die Weinfachleute der Bergheidengasse sind mit dem heurigen Wetter nicht zufrieden. Während der Blütezeit im Juni war es viel zu warm, weshalb die Selbstbestäubung bei vielen Blüten nicht möglich war. Fachvorstand Dipl.-Sommelier Martin Widemann: „Viele Blütenkäppchen blieben an der Blüte kleben, d.h. sie konnten sich nicht lösen und dadurch den Samen nicht verteilen“. Der Hochsommer war dann nicht nur extrem heiß, sondern vor allem viel zu trocken. Im Gegensatz dazu war der darauf folgende September viel zu feucht. Idealer Nährboden für Pilzwachstum auch im Weingarten. Botrytis cinerea ist ein Schimmelpilz, der als Edelfäule bei Süßweinen notwendig und daher erwünscht ist. Für den Ausbau klassischer Weine dagegen ist dieser Pilz unerwünscht. Also war sorgfältige Handlese angesagt. Dabei mussten die von diesem Pilz befallenen, also die verfaulten Beeren, aus jeder Traube herausgeschnitten werden. Eine mühsame und aufwendige Arbeit, die den Jugendlichen Respekt vor diesen Leistungen der Winzer abrang.

Wenn auch die Ausbeute aus den genannten Gründen wesentlich geringer war als im Vorjahr, die Qualität des nächsten Schulweines ist garantiert. Schließlich wird die Bergheidengasse auch in diesem Schuljahr wieder das Österreichische Paralympische Committee unterstützen. Mit dem Erlös aus einem Abendrestaurant des dritten Jahrgangs und aus dem Verkauf des Schulweines Marke „Bergheiden“ wird der Behindertensport gefördert.

 

Auf dem Foto von links:

Direktorin Mag. Anita Petschning, FV Martin Widemann, Raphaela Baader (3HTB), Diplomsommelier Andreas Scheidl, Josef Erben (3HTB)