„Ich wollte niemandem begegnen. Jemandem zu begegnen bedeutet, sich zu verwickeln“, meinte der Hikikomori.

Ein Zwanzigjähriger und ein Mann Mitte 50 haben sich aus der zu viel fordernden Gesellschaft zurückgezogen. Sie treffen sich auf einer Parkbank und beginnen langsam über sich zu berichten, sich auf die Geschichte des anderen einzulassen...

Das scheinbar so Fremde an diesen literarischen Figuren geht den Zuhörern ganz nahe durch die sanfte Eindringlichkeit des Vortrags der jungen österreichischen Autorin. Aufmerksame, gespannte, auch betroffene Stille begleitet die Lesung.

Auf die Frage einer Schülerin nach der Identifikation mit den Figuren antwortet Flašar: „Ein Autor muss sich den Figuren sehr nah fühlen, verwandt fühlen, sich hineinversetzen, Mitgefühl zeigen... wir alle haben Anteile eines Hikikomori in uns, auch in mir ist ein solcher Teil...“

Was ist denn ein Hikikomori? Lassen Sie sich ein auf diesen berührenden Roman – und Sie erhalten durch die Lektüre viel mehr als eine Antwort auf diese Frage!

Danke, liebe Frau Flašar, und danke, liebes Bibliotheksteam, für diese einzigartige Begegnung!